Förderverein spendet Trikots für die Bambinis des BCU

Nicht nur das neue Vereinsheim nimmt Form an beim BC Uttenhofen, auch die Jugendabteilung wächst zusehends. "Wir beim BCU haben zur Zeit ungefähr 100 Jugendliche in den Altersgruppen von 6-18 Jahren im Spielbetrieb. Seit Ende Mai haben wir auch eine Bambinigruppe mit Kindern im Alter von 4-6 Jahren im Aufbau", freut sich mit Hans-Georg Reger der 1.Vorstand des Vereins, der es sich nicht nehmen lässt, die Kleinsten höchstselbst an den Fußball heranzuführen.

Diese positive Entwicklung des BCU gerade im Jugendbereich ist dem Jugendfußball Förderverein Pfaffenhofen nicht verborgen geblieben. Und so wurde in dessen Vorstandschaft einstimmig beschlossen, die Bambinis für ihre bevorstehenden Spiele standesgemäß auszustatten. Die Vorstandsmitglieder Peter Oberndorfer und Robert Schröder nutzten den Termin des wöchentlichen Mannschaftstrainings, packten einen kompletten Trikosatz ein und übergaben diesen unter großem Jubel an die Kids und Betreuer.

"Uns ist bewusst, dass viele Vereine durch Corona finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Beim BCU kommen noch die Belastungen in Zusammenhang mit dem Neubau hinzu. Darunter soll der Jugendfußball nicht leiden müssen, deswegen wollen wir mit unserer Trikotspende das eine oder andere kleine Loch im Vereinssäckel stopfen", so der Tenor aus dem Förderverein.

Unabhängig von der Unterstützung an die BCU-Bambinis werden alle Pfaffenhofener Fußballvereine mit Jugendabteilung demnächst mit Trikotspenden durch den Jugendfußball Förderverein auch für ihre älteren Jahrgänge bedacht. Die Bestellungen hierfür sind bereits auf den Weg gebracht, die Lieferung wird noch vor Beginn der neuen Saison erwartet.



Wie trainiert man Fußball-Torhüter richtig?

Einen „Train-the-Trainer“-Workshop veranstaltete der Jugendfußball Förderverein Pfaffenhofen und richtete sich dabei nicht nur an Trainer oder Eltern jugendlicher Torhüter oder Torhüterinnen. Auch Teilnehmer, die vorrangig im Seniorenbereich tätig sind, konnten vom reichhaltigen Erfahrungsschatz des Referenten und Übungsleiters profitieren, schließlich kann Rainer Berg auf eine lange Zeit in Profifußball und Trainertätigkeit zurückblicken.

Von Aufwärm- und Gymnastikübungen über das Dirigieren der Abwehr und nicht zuletzt mentalen Einflussfaktoren reichte das Spektrum der behandelten – und in den meisten Fällen praktizierten – Themen des Mustertrainings. „Der Torhüter nimmt in jedem Fall eine Ausnahmestellung innerhalb einer Mannschaft ein: er kann 89 Minuten hervorragend halten; macht er in der letzten Spielsituation einen entscheidenden Fehler, dann ist alles andere vergessen.“ Rainer Berg weiß, wovon er redet, stand er doch bei vielen Erst- und Zweitligaspielen im Tor und damit im Fokus der Mannschaft und der Fans.

Trainingseinheiten zur Reaktions- und Sprungkraftverbesserung standen ebenso auf der Agenda wie Übungen zu spielnahen Situationen (Fußabwehr, Fausten, 1-gegen-1 Verhalten). Zur Unterstützung standen dem Coach dabei Torhüterinnen und Torhüter zur Seite, die am regelmäßigen Torwarttraining teilnehmen, das der Jugendfußball Förderverein Pfaffenhofen in der mittlerweile vierten Saison anbietet.

Mehr als drei Stunden erhielten die Teilnehmer Tipps und Übungen zur Steigerung der Stabilität eines Torhüters präsentiert, immer garniert mit Erfahrungs- und Situationsbeschreibungen. Auch wenn sie aktiv gar nicht eingespannt waren, die prall gefüllte Agenda mit ihren detaillierten Demonstrationen musste erst einmal verarbeitet werden. „Ich hoffe, dass ich wenigstens einen Teil der Übungen umsetzen kann. Momentan schwirrt mir der Kopf und ich muss mich erst einmal sortieren“, sorgte sich ein Jugendtrainer nach Veranstaltungsende. Die Möglichkeiten eines zielgerichteten und abwechslungsreichen Torwarttrainings wurden in diesem Workshop präsentiert; deren Umsetzung liegt nun bei den sportlich Verantwortlichen.



Spezialübungen für Torwarttrainer

Torhüter genießen gemeinhin innerhalb einer Fußballmannschaft bei Trainern und Mitspielern einen besonderen Status. Diese Alleinstellung hat natürlich ihre Berechtigung, kann doch immer nur einer im Tor stehen; auch treffen die Standard-Trainingseinheiten wie Taktik, Laufwege, Technik und Kondition nur bedingt die Ziele eines Torhüters, sind primär auf die Feldspieler ausgerichtet. Das Torwart-Spezialtraining beschränkt sich gerade im Amateur- und Jugendbereich zumeist auf Schüsse von der Strafraumgrenze auf das Tor.

In den meisten Fällen ist diese Beschränkung des Torwarttrainings darin begründet, dass die Trainer passende Übungen zu Stellungsspiel, Verbesserung der Reaktionsfähigkeit und alterative Verhalten bei Standards nicht oder nur sehr rudimentär kennen. In besonderem Maße trifft das natürlich auf den Jugendbereich zu, wo nicht selten die Väter die Rolle des Torwarttrainers besetzen.

Der Jugendfußball Förderverein Pfaffenhofen möchte hier fehlenden Erfahrungen entgegenwirken und bietet interessierten Trainern, Vätern und Torhütern einen kostenlosen Workshop zu "Train the Trainer – Torwarttrainings in Theorie und Praxis" an. Unter der Leitung von Rainer Berg – ehemaliger Bundesliga-Torwart und seit vielen Jahren Betreiber einer Torwartschule – werden theoretische Voraussetzungen vermittelt und torhüter-spezifische Übungen praktisch demonstriert. Unterstützt wird Rainer Berg dabei von Teilnehmern der Torwarttrainings, die der Jugendfußball Förderverein bereits in der vierten Saison veranstaltet.

Der Workshop findet am Sonntag, 25. Juli ab 10:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Sport- und Freizeitzentrum Niederscheyern statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist aufgrund der Corona-Vorgaben notwendig, sie erfolgt unter Angabe von Vor- und Nachnamen, Telefonnummer sowie Heimatverein per E-Mail an info@jugendfussball-paf.de. Die Einladung zu diesem Mustertraining richtet sich ausdrücklich nicht nur – aber auch – an Trainer von Jugendmannschaften, sondern ebenso an Interessierte, die im Seniorenbereich engagiert sind. Auch gibt es keine regionale Begrenzung, Teilnehmer – ausdrücklich auch Teilnehmerinnen – aus dem gesamten Landkreis Pfaffenhofen oder auch angrenzender Nachbarlandkreise sind herzlich willkommen.